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Evangelisch-Lutherische
Christuskirche Trostberg
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Tel. 08621 - 2249


Karfreitag - Gottesdienst

Am Karfreitag, den 10. März, hören Sie von 10 bis 11 Uhr, auf BAYERN 1 einen Evangelischen Gottesdienst aus der St. Matthäus Kirche München. Es predigt: Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Die Liturgie hält Pfarrer Gottfried von Segnitz.


Andacht zum Karfreitag von Pfarrer Wolfram Hoffmann
zu 2. Korinther 5,19-21

Karfreitag: wir denken an Jesu Tod für uns am Kreuz. Karfreitage erleben wir immer wieder in unserem Leben. Und gerade scheint mit der Corona Pandemie ein nicht endend wollender Karfreitag Alltag zu sein. Ich sage bewusst scheint.

Als Predigtwort lesen wir heute aus 2. Korinther 5,19-21:
"Denn: Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt."

Karfreitag erinnert daran, ruft es jedes Jahr neu ins Bewusstsein: die Vorleistung Gottes ist bis zum Äußersten gesteigert. Er gibt nicht nur seine Göttlichkeit preis, sondern auch die Unsterblichkeit. Kein unverwundbarer Heldengott, sondern ein leidender Schmerzensmann. Ganz Mensch, im Leben und im Sterben. In seinem Leben hat Jesus wie kein anderer Vertrauen gelebt, ja vorgelebt. Vertrauen ohne Vorleistung, Versöhnung ohne Bedingungen. Die, die er beruft, einlädt, mit ihm zu gehen, sind nicht nur Weise, Fromme, Anständige. Levi der Zöllner, Maria Magdalena die Hure, Zachäus noch ein Zöllner - keiner von ihnen wird erst mal einer Prüfung unterzogen. Sie müssen nicht beweisen, ob und wie sie sich geändert haben. Dass sie sich auf ihn einlassen, ist Beweis genug. Andere bleiben namenlos in den Geschichten, die von ihnen erzählt werden. Aber die Erfahrung ist dieselbe: "Deine Sünden sind dir vergeben", ohne Beichte und Reue. "Dein Glaube, also dein Vertrauen, ist groß", ohne Bekenntnis. Noch der Verbrecher, der neben Jesus gekreuzigt wird, macht in seiner letzten Stunde diese Erfahrung: "Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein", versöhnt. Es gibt kein zu spät für die Gnade, es ist nie zu spät, Vertrauen zu wagen.

"Lasst euch versöhnen mit Gott" heißt nichts anderes, als sich auf ein solches Vertrauen einzulassen. Darum wirbt Paulus, ja er beschwört seine Gemeinde geradezu. Auch in der christlichen Gemeinde stehen sich Einzelne und Gruppen unversöhnlich gegenüber. Ob es um Streitigkeiten privater Art oder um Fragen wie die Segnung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften geht. Oder wie politisch die Kirche sein darf. Christ sein bedeutet, immer neu Christ zu werden. Der Glaube ist kein Besitz, auch er wandelt sich. Und die Erkenntnis: Ja, auch ich lebe aus der Gnade, aus dem, worüber ich selbst nicht verfügen kann. Auch diese Erkenntnis ist nie ein für alle Mal da. Sie erschließt sich immer wieder neu, in der je persönlichen Lebenssituation, z.B. wenn mir deutlich wird, wie sehr ich Versöhnung nötig habe, vielleicht am meisten mit den eigenen Ängsten, zu schwach, zu stark, jedenfalls nicht richtig zu sein. Mit dem Vertrauen, dass ich mit allen Schwächen und Stärken geliebt bin, könnte ich die Angst verlieren und Vertrauen wagen, auch anderen gegenüber. Ich müsste nicht darauf bestehen, im Recht zu sein. Nicht darauf beharren, dass der andere den ersten Schritt tut. Ich könnte ihn selber tun. Der Mutter sagen, was mir solche Angst gemacht hat, dass es mir die Kehle zuschnürte. Aber dass ich jetzt auch ihre Ängste verstehe. Oder mit der Schwester darüber sprechen, warum wir beide immer Angst hatten, zu kurz zu kommen. Gemeinsam mit ihr die Geschichte unserer Kindheit erzählen und verstehen. Oder die Exfrau fragen, wo ich ihre Gefühle so verletzt habe, dass sie sich hinter juristischen Papieren verschanzt, ihr von meinen Verletzungen erzählen, ohne bei den alten Vorwürfen zu landen.

Was im Kleinen gelingt, kann auch im Großen gelingen, auch wenn es kaum so erscheint. Nelson Mandela z.B. hat es bewiesen. Er hat seine eigenen Karfreitagserfahrungen. Mit seinen schwarzen Geschwistern wurde er gedemütigt, saß jahrzehntelang im Gefängnis, aber nie hat er den Mut und den Willen zur Versöhnung aufgegeben. Damit hat er letztlich auch seine Gegner überzeugt und ermutigt, ihnen die Angst genommen und ihr Vertrauen gestärkt. In seiner Antrittsrede sagte er:

"Es dient der Welt nicht, wenn du dich klein machst. Wenn wir unser Licht scheinen lassen, geben wir anderen unbewusst damit die Erlaubnis, es auch zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch die anderen."

Menschen von der Angst zu befreien, ihnen die Erlaubnis zu geben, sie selber zu sein, das hat Jesus immer wieder getan. In ihm hat sich Gott ganz klein gemacht. Klein wie ein Kind in der Krippe: damit kein Mensch sich mehr klein machen muss, damit sich keiner mehr klein machen lassen muss und damit keiner andere klein machen muss. Damit das Vertrauen wachsen kann, sich beschenken zu lassen. Damit Versöhnung möglich wird in unserem Alltag. Mehr als ein großes Wort: nämlich erlebte Erfahrung.

"So bitten wir euch an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!"AMEN.

Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.

AMEN.
"Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit."
(2.Timotheus 1,7)


Aufgrund der aktuellen Situation entfallen bis auf weiteres alle unseren Gruppen und Kreise in unserer Gemeinde. Es können auch keine Gottesdienste mehr statt finden.

Unsere Kirche bleibt für das persönliche Gebet täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

Lassen Sie es uns bitte wissen, wenn Sie Hilfe brauchen oder jemanden, der für Sie einkauft. Wir sind als Kirche für Sie da.

Für Gespräche stehen unsere Pfarrer zur Verfügung.

Pfarrer Josef Höglauer ist täglich von 9 Uhr bis 10 Uhr telefonisch unter Tel. 08621 - 9059605 erreichbar und nach Vereinbarung.

Pfarrer Wolfram Hoffmann ist über Tel. 08621 - 2249 erreichbar.

Unser Pfarramtsbüro ist für Sie weiterhin telefonisch zu den bekannten Öffnungszeiten erreichbar:
Mo - Mi - Fr von 9:00 bis 11:30 Uhr.


Gottesdienste auf YouTube: Streamings aus anderen Kirchengemeinden

Einige evangelische Gemeinden haben eigene Kanäle auf YouTube zum Beispiel
Erlöserkirche in München
St. Lorenz in Nürnberg
St. Matthäus in Augsburg.

Gottesdienste über Hörfunk und Fernsehen

Hörfunk: Bayern1 10:35 Uhr evangelische Morgenfeier

TV: ZDF 9:30 Uhr im Wechsel evangelischer und katholischer Gottesdienst
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