Du meine Seele singe, wohlauf und singe schön
dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn.

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Kirchenchor

"Mit Gottes Hilfe das neue Jahr bestehen"-
Reden und Singen von den Dingen des Glaubens


Gottesdienst und Neujahrskantate zum Epiphaniasfest

Feierlich begangen haben die Christen in der ev. luth. Christuskirche in Trostberg das Epiphaniasfest , das nach Ostern älteste christliche Fest, mit einem Gottesdienst in dem die Neujahrskantate von Johann Sebastian Bach (BWV 190) aufgeführt wurde. Der Predigt von Pfr. Wolfram Hoffmann lag ein Text aus dem Brief des Paulus an die Epheser zu Grunde. Paulus war durch die Gnade Gottes und seiner mächtigen Kraft zum Diener des Glaubens und zum Apostel der Heiden bestellt worden. Er durfte den Heiden verkündigen, dass sie Miterben der Verheißung in Christus Jesu und des Evangeliums sind. " Was bedeutet das für uns?", fragte der Geistliche. Die Kirchenaustritte zeigten, dass die Menschen ihre eigenen Glaubenswege gehen wollen. " Müssen wir sie missionieren?" Die drei großen Weltreligionen machten sich den Anspruch auf die Wahrheit des rechten Glaubens streitig. "Viele Menschen mussten ihr Leben lassen und heute, jetzt werden Christen wegen ihres Glaubens verfolgt. In den islamischen Ländern stehen sich Glaubensrichtungen feindlich gegenüber und Andersgläubige werden bedroht. Nein, solch eine Mission wollen wir nicht", betonte Hoffmann. "Wir sind aufgerufen, Zeugnis zu geben von unserem Gauben durch unser Handeln und Denken". Denn Dietrich Bonhoeffer habe geschrieben: "So müssten wir von den Dingen des Glaubens reden können, dass die Hände sich danach ausstrecken schneller, als wir sie füllen können."

Dazu konnte die Aufführung der Neujahrskantate gewiss beitragen. "Singet dem Herrn ein neues Lied" erklingt es im ersten Choral, der sich zu einer Fuge aufbaut und in einem gewaltigen Halleluja zu Ende geführt wird. Lob und Dank für die vergangene Zeit, wo das ganze Land und unsere Stadt durch Gottes Güte behütet wurde, bekunden im Recitativo die Solisten mit dem Chor. In der folgenden Alt-Arie und Bass Recitativo ertönen die Bitte um "Schutz und den guten Geist, der den Weg zum Leben weist". Im Duett von Tenor und Bass bestätigen sich die Sänger gegenseitig die Bedeutung Jesu für ihr Leben. Im Recitativo des Tenors wird um den Segen für das Volk und Jesu Kirche, die Schulen, die Räte und Richter, wie für jeden einzelnen gebeten. Der Schlusschoral spricht von der Zuversicht mit Gottes Hilfe das neue Jahr zu bestehen. Rebekka Thois gelang es auf wunderbare Weise die vielen Mitwirkenden zu einem großen Klang und Verkündigungserlebnis zu vereinen. Dem Chor der Christuskirche wurden die Solisten Iris Schmid (Alt), Walter Rößler (Tenor), Hans-Joachim Bernhart (Bass), sowie Theresa Seeholzer und Gesine Hadulla (Violine), Leonie Geffken (Viola), Ludwig Rössert (Violoncello), Thomas Hartmann (Orgel) zur Seite gestellt. Ihnen allen gilt unser Dank für ihre klangvollen Stimmen und das große Können.

Text im TBT 09.01.2016